Manfred Dahm feiert 90. Geburtstag

Die Dorfgemeinschaft gratuliert dem Weiberner Urgestein

Am 7. Oktober wurde Manfred Dahm 90 Jahre alt und wer in Weibern wollte ihm nicht gratulieren? Jeder kennt „de Manni“, der als Handballer, Trainer, Steinmetz, Mundartredner, Wanderführer, Zeitzeuge und Heimatfreund jahrzehntelang für sein Dorf im Einsatz war und ist.

Deshalb veranstalteten der TuS Weibern, der Steinhauerverein und die Heimatfreunde des Dorfes ihm zu Ehren einen Empfang im Foyer der Robert-Wolff-Halle und zahlreiche Gratulanten kamen, um dem Geburtstagskind liebe und verdiente Worte auszusprechen.

Michael Dahm als Vertreter des TuS Weibern hätte seinem Namensvetter gerne eine Auszeichnung verliehen, aber das war nicht mehr möglich: Manfred hat schon alles abgeräumt, was der TuS an Ehrungen zu vergeben hat und so ist er quasi „ausgeehrt“. Aber auch ohne offizielles Etikett bleibt er beim Sportverein wegen seiner Verdienste beim Bau der Robert-Wolff-Halle, seines Engagements als Vorstandsmitglied und seiner langjährigen Sorge um die Handballjugend unvergessen.

Für den Steinhauerverein gratulierte Helmut Reuter und auch hier wäre eine Liste mit allem, was Manfred Dahm seit der Vereinsgründung beigesteuert hat, zu lang gewesen, um sie vollständig vorzulesen. Helmut Reuter betonte, dass der Verein bei allen Projekten und Schnupperkursen immer auf Manfred zählen konnte, dessen Verlässlichkeit und Liebe zum Steinmetzhandwerk eine feste Bank für die Steinmetztruppe war. Für sein Schaffen wurde er daher zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt und erhielt eine entsprechende Urkunde.

Im Anschluss gratulierte Gisela Ebert mit einem ergreifenden Gedicht über das Leben des Geburtstagskindes für die Heimatfreunde Weibern und übergab das Gratulationsstaffelholz dann an den ehemaligen Ortsbürgermeister Peter Josef Schmitz. Dieser ist gleichzeitig Ehrenpräsident des Handballverbands Rheinland und lobte als solcher die Verdienste von Manfred Dahm für seine Sportart, die weit über die eigenen Ortsgrenzen hinaus gingen. Auch ihm fiel es schwer, das große Engagement des 90jährigen nochmals aufzuzählen und so zitierte er Karl Valentin mit seinen berühmten Worten: „Es ist alles gesagt, aber noch nicht von jedem!“

So erging es auch dem jetzigen Ortsbürgermeister Florian Müller, der natürlich für die gesamte Ortsgemeinde gratulieren wollte. Daher griff Müller auch auf seine ganz persönlichen Erinnerungen zurück und erzählte, wie er selbst von Manfred in der Verantwortung als Jugendvorstand unterstützt und angeleitet wurde. Nicht nur für den Bürgermeister ist Manfred Dahm bis heute ein Vorbild, das imponiert und anspornt.

Den Abschluss bildete ein sehr persönlicher und ergreifender Text aus der Feder von Raimund Ebert, den Bernhard Klapperich von den Heimatfreunden vortrug.

Großer Dank und viele Emotionen also von allen Beteiligten, die Manfred Dahm selbst mit seinen Gästen erst einmal bei einem Gläschen in geselliger Runde verarbeiten musste. Überwältigt von den vielen anerkennenden Worten wird der Jubilar sicher noch ein Weilchen brauchen, um die Feierlichkeiten rund um seinen 90. Geburtstag zu verarbeiten. Als sympathischer Repräsentant seines Heimatdorfes wird er jedenfalls auch weit über seinen Ehrentag hinaus unvergessen bleiben.

Junge Künstler am Werk: Steinmetz-Handwerk zum Anfassen bei der 750-Jahrfeier in Galenberg

Im Rahmen der 750-Jahrfeier in Galenberg bot der Steinhauerverein ein ganz besonderes Mitmach-Erlebnis für Kinder an. Mit Klöppel und Eisen durften die jungen Besucher selbst Hand anlegen und einen Tuffstein bearbeiten – ganz wie die Profis.

Unter fachkundiger Anleitung erfahrener Steinmetze (Klaus Hilger, Helmut Reuter und Egon Schumacher) erhielten die Kinder zunächst eine Einführung in die Kunst des Steinhauens. Ob mit einer vorbereiteten Schablone oder frei aus dem Kopf – jedes Kind konnte sein eigenes Motiv auf die Tuffsteinplatte zeichnen und anschließend Schritt für Schritt umsetzen.

Mit großer Begeisterung machten sich die kleinen Künstler ans Werk und zeigten viel Geschick und Kreativität. Die Unterstützung durch die Steinmetze sorgte nicht nur für Sicherheit, sondern auch für spannende Einblicke in ein traditionsreiches Handwerk.

Am Ende des Tages waren die Ergebnisse beeindruckend: fantasievolle Reliefs, sorgfältig gearbeitete Muster und individuelle Kunstwerke, die den Stolz der jungen Teilnehmer widerspiegelten. Es war ein gelungener Beitrag zum Festprogramm – und vielleicht der erste Schritt für den einen oder anderen in eine kreative Zukunft mit Klöppel und Eisen.

Jung und alt am Stein

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