Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit: Steinhauerverein gratuliert dem DRK Weibern zum 100-jährigen Bestehen

Ein Geschenk aus Weiberner Tuffstein, gefertigt mit viel Handarbeit, Herzblut und einer besonderen Symbolik: Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Deutschen Roten Kreuzes Ortsverein Weibern überreichte der Steinhauerverein Weibern im Rahmen der Jubiläumsfeier am 3. Oktober eine außergewöhnliche Gedenkplatte.

Die Idee zu diesem besonderen Geschenk entstand bereits im Frühjahr. Gemeinsam mit dem damaligen Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins, Bernd Schricker, und seiner designierten Nachfolgerin Steffi Nett tauschten sich die Verantwortlichen des Steinhauervereins darüber aus, welches Präsent die langjährige Arbeit des DRK-Ortsvereins in besonderer Weise würdigen könnte. Schnell war klar: Es sollte etwas aus dem für Weibern so charakteristischen Tuffstein sein – verbunden mit einem Motiv, das die vielfältigen Aufgaben und das Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer widerspiegelt.

Der DRK-Ortsverein entwickelte daraufhin das Motiv mit dem treffenden Motto „Hier wird mit Liebe und Herz geholfen“. Für die Umsetzung stellte die Firma Kalenborn aus Rieden dankenswerterweise eine geeignete Tuffsteinplatte zur Verfügung. Steinmetz und Künstler Manfred Nürenberg nahm sich anschließend der anspruchsvollen Aufgabe an und verwandelte die Platte in vielen Arbeitsstunden in ein einzigartiges Kunstwerk.

Mit viel Liebe zum Detail entstand eine beeindruckende Kombination verschiedener heimischer Gesteine. Neben dem Schriftzug wurde ein rotes Kreuz aus rotem Sandstein eingearbeitet. Unter dem Slogan findet sich auf der rechten Seite ein ebenfalls aus rotem Sandstein gefertigtes Herz – als Symbol für Menschlichkeit, Nächstenliebe und das Engagement der vielen ehrenamtlich Aktiven. Auf der linken Seite ist aus Basalt ein Kochtopf mit Löffel dargestellt und erinnert damit an die wichtige Arbeit der Verpflegungsgruppe.

Bei der feierlichen Übergabe in der Sporthalle war die Überraschung groß. Die kunstvoll gestaltete Tuffsteinplatte wurde auf der Bühne von den Vorstandsmitgliedern des Steinhauervereins Egon Schumacher, Johannes Montermann und Bernhard Klapperich gemeinsam mit dem Künstler Manfred Nürenberg an die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, Steffi Nett, überreicht.

Von links Egon Schumacher, Manfred Nürenberg, Johannes Montermann und Bernhard Klapperich.

Mit diesem außergewöhnlichen Geschenk gratuliert der Steinhauerverein Weibern dem DRK-Ortsverein nicht nur herzlich zum 100-jährigen Jubiläum. Die Tuffsteinplatte ist zugleich ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit innerhalb der Dorfgemeinschaft und eine Würdigung der Menschen, die sich seit Generationen für andere einsetzen und helfen, wenn Hilfe gebraucht wird.

Nun soll die Platte einen würdigen Platz an der Fassade des DRK-Heims in der Römerstraße erhalten. Dort wird sie künftig dauerhaft an das besondere Jubiläum und an ein Jahrhundert gelebte Hilfsbereitschaft in Weibern erinnern.

1000. Kursplatz beim 54. Schnupperkurs Tuffstein des Steinhauervereins Weibern

Am 05. und 06. September 2026 konnte der Steinhauerverein Weibern einen besonderen Meilenstein feiern: Beim 54. Schnupperkurs wurde der 1000. Kursplatz vergeben. Seit dem ersten Schnupperkurs im Jahr 1998 wurden 520 Personen gezählt, die zusammen 1014 Kursplätze belegt haben. Zwei Damen hatten sich zeitgleich angemeldet, und erhielten sowohl Lucienne Knips als auch Kathrin Dörr aus Remagen einen Blumenstrauß als kleine Anerkennung.

Übrigens kommen viele Teilnehmende mehrfach, einige sogar bis zu zwanzig Mal. Die Marke von 1000 belegten Kursplätzen zeigt, wie beliebt und nachhaltig dieses Angebot ist.

Für einen kleinen Verein wie den Steinhauerverein Weibern ist das eine beeindruckende Erfolgsgeschichte – und ein starkes Zeichen dafür, wie sehr die Tuffsteintradition in der Region lebt.

Bernhard Klapperich überreichte die beiden Blumensträuße an Kathrin Dörr und Lucienne Knieps im Namen des Vorstandes.

Kreative Atmosphäre und gelungener Kursverlauf

Nach einer kurzen Einweisung starteten die 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in das Wochenende. Anfangs noch etwas unschlüssig, fanden alle schnell den passenden Tuffstein – und plötzlich war die Idee für das eigene Werkstück geboren. Mit viel Freude und handwerklichem Geschick ging es ans Werk.

Zwischendurch wurde die Gruppe reichlich und gut verpflegt, sodass alle gestärkt weiterarbeiten konnten. Der Samstag endete mit einem gemeinsamen Grillabend, bei dem Erfahrungen ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft wurden.

Am zweiten Tag ging es frisch weiter, und einige Teilnehmende schafften es sogar, ein zweites Werkstück fertigzustellen. Zufrieden verließen alle am späten Sonntagnachmittag das Gelände – und viele kündigten an, im nächsten Jahr wiederzukommen.

Die Kursteilnehmer hinter ihren Werkstücken.

18. Schmiedekurs parallel zum Schnupperkurs

Parallel zum Tuffkurs fand am 05. September der 18. Schmiedekurs statt, begleitet von Benedikt Bell und Marco Bläser. Sieben Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, unter fachkundiger Anleitung kleine Werkstücke aus Eisen zu schmieden. Auch hier waren die Ergebnisse beeindruckend und die Rückmeldungen durchweg positiv.

Beim Schmiedekurs ging es im wahrsten Sinne des Wortes heiss her.

Einen weiteren Beitrag zu diesen Kursen von Klaus Angel auf ahr.de (unten auf das Logo klicken)

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