100 Kinder beim Tuffsteinhämmern – eine überaus erfolgreiche Woche für den Steinhauerverein Weibern

Auf eine besonders ereignisreiche und erfolgreiche Woche kann der Steinhauerverein Weibern zurückblicken. An drei Tagen bot der Verein Kindern die Möglichkeit im Rahmen Nacht der Vulkane, den heimischen Tuffstein kreativ zu bearbeiten – insgesamt nutzten rund 100 Kinder dieses Angebot.

Den Auftakt machte am Dienstag, 21.07. der Maria Laach Tag. Mit 40 vorbereiteten Steinen machten sich Johannes und Bernhard auf den Weg nach Laach. Direkt vor der Touristik konnten die Kinder nach Herzenslust hämmern. Innerhalb von gut drei Stunden waren sämtliche Steine verarbeitet – ein deutliches Zeichen für die große Begeisterung.

Kinder beim HJämmern vor der Touristik in Maria Laach.

Am Mittwoch, 22.07. folgte die Aktion „Geo for Kids“ in Weibern. 20 Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren nutzten die Gelegenheit, auf dem Gelände der Steinhauer kreativ zu werden. Unter der Leitung von Manfred, Egon und Bernhard entstanden beeindruckende kleine Kunstwerke aus Tuffstein.

Geo vor Kids auf dem Gelände des Steinhauervereins.

Den Abschluss bildete am Samstag, 25.07. die Kindermeile im Rahmen des Lichterfestes in Hain. Auch hier fanden alle 40 mitgebrachten Steine schnell ihre Abnehmer. Klaus, Johannes und Egon betreuten die Kinder – und sogar einige neugierige Erwachsene, die ebenfalls den Hammer schwingen wollten. Erstmals kam auch der neue Pavillon des Steinhauervereins zum Einsatz, der die Sichtbarkeit des Vereins nach außen deutlich stärkt.

Unter dem neuen Pavillon, hier in Hain, konnten die Kinder ihre Steine bearbeiten.

Fazit: Die Woche war ein voller Erfolg. Auch im Jahr 2027 wird der Steinhauerverein Weibern den Kindern wieder den heimischen Tuffstein näherbringen und kreative Erlebnisse ermöglichen.

Staub, Schweiß & Tuffstein

Weibern, 05.06.2026 Klaus Angel (Ahr.de)

Das Ende der Grundschulzeit lässt sich ganz bestimmt mit einer Riesenparty feiern. Oder mit einem Hammer in der Hand. Die Klassen 4a und 4b der Grundschule Kempenich haben sich kurz vor den Sommerferien für die Hammer-Variante entschieden.

Wie Kempenicher Grundschüler das Steinmetz-Handwerk für sich entdeckten

Weibern/Kempenich. Das Ende der Grundschulzeit lässt sich ganz bestimmt mit einer Riesenparty feiern. Oder mit einem Hammer in der Hand. Die Klassen 4a und 4b der Grundschule Kempenich haben sich kurz vor den Sommerferien für die Hammer-Variante entschieden: Sie tauschten die Klassenraum gegen einen Besuch beim Steinhauerverein Weibern mit einem Hämmerkurs.

Geschichte, die man anfassen (und hauen) kann

Natürlich war das Ziel der Reise kein Zufall. Hat doch das Steinhauer-Handwerk die Region rund um Weibern über Jahrhunderte geprägt – und tut es bis heute. Zunächst gab es das nötige Fundament im Kopf. Gisela Ebert, die zweite Vorsitzende der Heimatfreunde Weibern, führte die jungen Gäste durch das Weiberner Tuffsteinmuseum und zeigte ihnen, wie die Geschichte des Ortes mit dem Stein verwoben ist. Danach ging es ans praktische Tun. Mit großem Engagement, glühendem Feuereifer und den Klassenlehrerinnen Kerstin Weidenbach und Judith Saalmann im Schlepptau machten sich die Schüler daran, ihr eigenes Kunstwerk aus dem Stein zu meißeln.

Zum Ende ihrer Grundschulzeit wurde es für die 4a und 4b der Grundschule Kempenich in Weibern noch einmal richtig staubig! Sie hatten die Schulbank gegen einen Besuch beim Steinhauerverein Weibern getauscht. Zusammen mit erfahrenen Steinmetzen ging es mit vollem Einsatz zur Sache.

Erfahrene Steinmetze retten den Tuffstein vor dem Untergang

Man muss ehrlich sein: Wenn man einer Horde Viertklässler Hämmer gibt, kann das im Chaos enden. Doch die erfahrenen Weiberner Steinmetze hatten die Lage fest im Griff. Mit vielen Tipps und viel Geduld kümmerten sie sich um jedes Kind und dessen kreatives Projekt. So wurde aus einem rohen unbehauenen Tuffstein am Ende ein echtes, selbstgemachtes Kunstwerk für die Ewigkeit. Da so viel Handarbeit hungrig macht, durfte eine zünftige Vesper zur Stärkung nicht fehlen. Schließlich mussten die verlorenen Kräfte für den Endspurt reaktiviert werden. Für die Kinder war dieser Tag der perfekte, wenn auch staubige Schlusspunkt ihrer Grundschulzeit. Nach den Sommerferien trennen sich ihre Wege auf den weiterführenden Schulen- Aber die Erinnerung an diesen Abschlusstag bleibt – in Tuffstein gemeißelt.

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