Voll besetzte Schnupperkurse beim Steinhauerverein Weibern

Am vergangenen Wochenende führte der Steinhauerverein Weibern gleich zwei beliebte Angebote durch: den 53. Schnupperkurs in der Tuffbearbeitung (30./31.05.) sowie den 17. Schmiedekurs (30.05.). Beide Kurse waren vollständig ausgebucht.

53. Schnupperkurs – Kreativität trifft Handwerk

Zum zweitägigen Tuffkurs konnten 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßt werden. Nach einer kurzen Einführung erhielt jeder einen Eimer mit Werkzeugen, suchte sich einen passenden Tuffstein aus – und dann begann die eigentliche Reise vom Gedanken zum fertigen Werkstück.

Annette Dewitz bei der Steinbearbeitung.

Was zunächst nur als Idee im Kopf entstand, wurde auf den Stein übertragen und schließlich mit Kraft, Geduld und handwerklichem Geschick herausgearbeitet. Für viele war es ein beeindruckendes Erlebnis, zu sehen, was in ihnen steckt, wenn sie mit traditionellem Werkzeug arbeiten.

Die Künstlerinnen und Künstler hinter ihren Werken.

17. Schmiedekurs – ein neuer Kursleiter führt die Tradition fort

Der Schmiedekurs stand in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen. Der langjährige Kursleiter Winfried Weidenbach war vor kurzem unerwartet verstorben. Umso dankbarer ist der Verein, dass in Hausten Ersatz gefunden wurde: Benedict „Benni“ Bell übernahm erstmals die Leitung des Kurses.

Die vier Teilnehmenden lernten unter seiner Anleitung, wie man aus einem unscheinbaren Stück Eisen mit Feuer, Hammer und Amboss erstaunliche Dinge formen kann. Auch dieser Kurs war geprägt von Begeisterung, Lernfreude und dem besonderen Flair des traditionellen Schmiedehandwerks.

Links Benny Bell mit seinen vier Kursteilnehmer/-innen.

Rhythmische Klingen von Klöppel und Eisen

Am Freitag, 22.05.2026, erfüllte fröhliches Klopfen das Gelände des Steinhauerverein. 35 Kinder der Katholischen Kita St. Philippus und Jakobus hatten dort gemeinsam mit dem Steinhauerverein Weibern das traditionelle Hämmern am Tuffstein erlebt – neugierig, mutig und mit leuchtenden Augen, als die ersten kleinen Spuren im Stein sichtbar wurden.

Am Pfingstwochenende auf dem ehemaligen Feldhandballsportplatz, wo das TuS‑Zeltlager seit Generationen zu Pfingsten stattfindet, lag eine besondere Stimmung in der Luft: Zeltlagerduft, Kinderlachen, Abenteuergefühl – und wieder das rhythmische Klingen von Klöppel und Eisen.

Diesmal waren es 30 Kinder, die sich an die große Tuffsteinplatte wagten. Manche zögerten kurz, andere legten sofort los, aber alle fanden schnell ihren eigenen Schlag, ihren eigenen Mut. Mit jedem Hieb wurde der Stein lebendiger, und die Kinder wuchsen über sich hinaus.

Unterstützt wurden sie dabei von Johannes Horschel Montermann und Egon Schumacher, die mit Geduld, Erfahrung und einem offenen Ohr für jede Frage zur Seite standen. Gemeinsam schufen sie Momente, die bleiben – kleine Funken Stolz, die in den Gesichtern der Kinder aufleuchteten, wenn der Stein unter ihren Händen nachgab.

So wurde das Pfingstwochenende nicht nur zu einem Zeltlager voller Abenteuer, sondern auch zu einer Begegnung mit einem uralten Handwerk, das die Kinder mit Freude, Kraft und echter Begeisterung erfüllte.

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